Zeit für Berlin

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00:00:02: Besser wissen, der Podcast von Golem.de.

00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe.

00:00:08: Mein Name ist Martin Wolf und ich bin Podcastbeauftaktor von Golem.de und ich befinde mich in meinem Büro, das sich in Berlin befindet.

00:00:17: Worüber ich beschlossen habe, in diesem Jahr mal was Positives in diesem Podcast zur Abwechslung zu sagen, was mir zumindest teilweise gelungen ist, aber um dieses Ziel jetzt wirklich nach vorne zu bringen, habe ich Lutz Rürich hier von Zeit für Berlin.

00:00:32: Hallo Lutz.

00:00:33: Hallo,

00:00:34: guten Tag und ich werde dich nach Kräften dabei unterstützen, dass du endlich mal als Potsdamer eine gute Meinung von Berlin bekommst.

00:00:42: Wir wollen nicht so weit gehen, dass ich eine gute Meinung dabei bekomme.

00:00:44: Es würde schon reichen, wenn mir ein paar positive Sachen einfallen und in der Vorbereitung dieses Podcasts und auch sonst fallen mir natürlich immer wieder auch Sehr, sehr schöne Sachen über Berlin ein.

00:00:56: Über einige davon, die dir vor allem aufgefallen sind, werden wir reden, fangen wir aber mit dir an.

00:01:01: Das Schöne ist, du hast also diese Seite, die heißt Zeit für Berlin, wir verlinken die und da gibt es eine Sektion über mich.

00:01:08: Und in dieser Sektion steht bemerkenswert wenig über dich.

00:01:12: Da steht eigentlich nur, als Persönliches, ich zitiere, meine erste Kamera erhielt dich zur Konfirmation von einem weitsichtigen Onkel geschenkt, der mein Interesse kannte und selbst genau hinsah, was ich in der Stadt tat.

00:01:24: Der ganze Rest sind so Sachen, würde ich sagen, die passen auch auf den Rest der Seite, wo du so beschreibst, okay, was sind schöne Sachen gewesen und so weiter.

00:01:30: Aber was verbirgt sich hinter Zeit für Berlin?

00:01:33: Wie ist es dazu gekommen?

00:01:34: Ja, also ich habe versucht, das so ein bisschen in Worte zu fassen, was meine Intention ist.

00:01:41: Berlin verändert sich ja gerade auch in den letzten Jahren, also schon lange vor Corona, sehr sehr stark.

00:01:46: alte Traditionsgeschäfte verschwinden und werden durch irgendwelche anderen neuen Dinge ersetzt.

00:01:54: In früherer Zeit, man erinnere sich noch in Kreuzberg und so weiter, die ganzen Abrisse und so, das hat mich auch schon damals sehr bewegt und von daher war ich eigentlich sehr früh auch mit der Kamera denn unterwegs, ja auch mit dieser Kamera dieses Onkels oder eigentlich da nicht so weit ausholen, aber Gut, ich habe das dann so beschrieben, wie denn auch so das ganze dann zustande kam und habe dann schon mal so ein paar Fotos gemacht eben von den Sachen, die es heute teilweise nicht mehr gibt.

00:02:23: Für die neue Zeit möchte ich damit eigentlich auch erreichen, dass die Leute sich nicht nur an die alten Läden erinnern, die ich fotografiert habe, sondern daraus auch Schuss folgern, wie wertvoll das ist, diese ganzen Sachen, diese Baudenkmäler, Läden und was auch immer.

00:02:39: Es ist eben das zu erhalten.

00:02:41: Aber wo kommt es bei dir persönlich her?

00:02:43: Also wie du bist, geboren?

00:02:45: ... nehme ich an und als zumindest aber aufgewachsen in Westbäden.

00:02:48: Ja, geboren schon.

00:02:48: Ja, doch.

00:02:49: In West-Berlin, oder?

00:02:50: Ja, in West-Berlin.

00:02:51: Ich habe mal so eine West-Berliner Biografie.

00:02:54: und hab von daher auch diese ganzen Abrissern eben mitbekommen, die es auch gerade in Kreuzberg sehr stark gab, aber auch in anderen Bezirken.

00:03:01: Das hat mich auch schon damals sehr bewegt, dass diese ganzen alten Bauten, die man auch irgendwo geschätzt hat, dass die abgerissen worden sind und gleichzeitig auch die ganzen Bewohner auch so ein bisschen verdrängt worden sind dadurch.

00:03:13: Jetzt reden wir über welche Zeit.

00:03:16: Wir müssen

00:03:16: nicht

00:03:16: dein exaktes Geburtszeitum hören, aber wann bist du aufgewachsen oder was hast du da noch gesehen?

00:03:24: Also, ich bin in den Sechzigerjahren aufgewachsen und hab dann auch so diese flächendeckenden Abrisse natürlich noch ein bisschen mitbekommen.

00:03:33: Und bis zu dem Moment eben, wo es dann diese ganzen Proteste auch schon dagegen gab, da die also große Sympathien gehabt eigentlich auch dafür, also was nachher dann in Gewalt ausartete, das vielleicht nicht, aber dass irgendwelche Leute da eben aufstanden und dagegen etwas unternahmen, dass hier die ganzen Straßenzüge und so weiter abgerissen worden sind.

00:03:54: Jetzt muss man sich das so überlegen.

00:03:55: Berlin war damals eine wirklich merkwürdige und sehr einzigartige Stadt.

00:04:03: Mitten in der DDR gelegen, erreichbar für die anderen Leute aus dem restlichen westlichen Deutschland nur über eine Transitstrecke, Schreckstrichflugplatz, was man landläufig so als Flughafen bezeichnet in Berlin.

00:04:21: Das Ganze ist aber trotzdem so abgenabelt gewesen von Westdeutschland, dass Berlin und die Leute, die in Berlin gelebt haben, bestimmte Freiheiten hatten.

00:04:32: Nicht nur haben sie großzügige Zuschüsse der Bundesregierung bekommen, die natürlich probiert hat, genau wie die DDR-Führung ihre Hauptstadt besonders nett.

00:04:41: aussehen zu lassen in den Augen der Leute, die dann da vielleicht mal sich hin verirren oder so.

00:04:45: Sondern es gab auch noch andere Besonderheiten.

00:04:47: Zum Beispiel, dass es dort keine Wehrpflicht gab.

00:04:50: Und das hat dazu geführt, dass etliche junge Leute aus Westdeutschland danach Berlin gekommen sind und viel so ein bisschen für die Bude gerockt haben.

00:04:57: Man ist ja regelrecht vor dem Wehrdienst damals da geflohen, also zumindest einige.

00:05:02: Und dann hat sich dann hier auch gerade auch so ein Kreuzberg und so weiter so eine Subkultur so ein bisschen entwickelt.

00:05:08: Eigentlich eine hoch kreative Szene.

00:05:11: in allen Bereichen, ob in Musik, ob in Mode.

00:05:15: Gut, Punk, Zähle und Mode.

00:05:17: Ja, gut.

00:05:18: Ist aber letztendlich auch eine Haltung, ein Statement.

00:05:22: Und die dann so ein bisschen auch so ein eigenes Leben dann führten abseits der normierten, traditionierten, soll ich sagen, gesellschaftlichen Normen.

00:05:34: Wie muss ich mir einen jungen Lotz Rürich darin vorstellen?

00:05:36: Also du bist, jetzt bist du ganz klar und das kann man auf der Seite sehen, Betrachter.

00:05:40: Du gehst hin, du redest mit Leuten, du fragst nach, du recherchierst, du machst Bilder.

00:05:47: Aber in den jungen Jahren warst du sozusagen da auch schon so in so einer Beobachterrolle?

00:05:52: Na ja, seit dem Erhalt der Kamera, ja, wobei ich davor schon ein paar andere Kameras hatte.

00:05:56: Ansonsten natürlich war ich eigentlich in einem sehr, wie soll ich sagen, konservativen Haushalt.

00:06:03: Ich darf es sagen, am Planufer am Landferkanal aufgewachsen.

00:06:07: Diesen wunderbaren Altbauten, die es da gibt zwischen der Admiral und der Cottbusserbrücke.

00:06:12: Die Admiralbrücke ist heutzutage ein bisschen so die Partybrücke von Berlin.

00:06:16: War damals nicht so.

00:06:19: Schaut, wenn ich aus dem Fenster schaute, sah ich da immer die Synagoge Frankelufer.

00:06:22: Und da habe ich dann schon als Kind gefragt, was ist da eigentlich los?

00:06:26: Deswegen war das einer der ersten Geschichten, die ich auf meiner Seite beschrieben habe, weil man als Kind ist man ja neugierig, dann möchte man gerne das andere kennenlernen.

00:06:35: Und so ein bisschen war das auch schon damals so ein bisschen ausgeprägt.

00:06:39: Das würde ich sagen, du bist neugierig geblieben.

00:06:41: Also und das ist sehr vorsichtig ausgedrückt.

00:06:42: Also ich verweise nochmal darauf, was alles auf deiner Seite ist, können wir hier in keinster Weise abdecken, was du alles gesammelt hast, was du an Geschichten dort erzählst.

00:06:50: Wir versuchen es im Laufe des Podcasts zumindest auf ein paar noch ein bisschen einzugehen.

00:06:54: Aber okay, du bist dann als Kind dort aufgewachsen.

00:06:59: Und wie ging es dann weiter?

00:07:00: Warst du die ganze Zeit in Berlin deines Lebens?

00:07:02: Ich war die ganze Zeit in Berlin.

00:07:04: Du bist natürlich mein Beruf anfing.

00:07:07: Die ersten Jahre dann auch noch in Berlin.

00:07:08: Und dann kam dann mein Arbeitgeber auf die glorreiche Idee, bis für fünf Jahre nach München zu versetzen.

00:07:15: Weil er meinte, du kannst gut verkaufen.

00:07:16: Du bist da richtig aufgehoben.

00:07:18: Das wird es mal jetzt so stehen.

00:07:20: Und ja, und dann, nach diesen fünf Jahren stelle ich fest, um einen Arbeitgeber gibt es ja gar nicht mehr.

00:07:26: Ein recht großes Unternehmen und bin dann wieder zurück nach Berlin.

00:07:30: Wahrscheinlich, also mit positiven Gefühlen, dass du halt wieder zurück darfst.

00:07:34: Ja,

00:07:34: genau.

00:07:35: Also ich will jetzt nicht die Bayern schlicht drehen.

00:07:37: Nein, nein, also weißfurcht kann ich durchaus was abgewinnen.

00:07:41: Und ja, München als Stadt ist auch recht nett, sage ich mal.

00:07:46: hat aber nicht diese Größe und diese Tiefe wie Berlin.

00:07:49: So kam es mir so ein bisschen vor, dass dem ja Berlin ja damals noch so eine Insel war.

00:07:56: Man kam sich irgendwie doch so ein bisschen, wenn ich sagen eingezwängt, aber es war alles nur kleiner als eben in Berlin.

00:08:05: Es ist auch so und das kann ich bestätigen als Potsdamer.

00:08:09: Ein bisschen

00:08:09: spießiger vielleicht auch ein

00:08:10: bisschen.

00:08:12: Als Potsdamer, der viel von...

00:08:13: Schoffershörer, die hast dich an so viel Bayern zu.

00:08:15: Nein, und du darfst hier überstehter, das mache ich andauernd in diesem Podcast, besonders.

00:08:19: Mein besonderes Hassobjekt sind die Bahnhöfe und die Bahnungsvorkletze, deutscher Großstädte.

00:08:24: Und auch München macht da keine gute Figur.

00:08:27: Das ist eine Sache, die ich auch schon mal erwähnt habe.

00:08:29: Also wirklich jetzt kein großer Verfechter davon, wie Berlin sich sonst so geriert.

00:08:34: Aber der Berliner Hauptbahnhof ist definitiv umlängen besser als ganz, ganz viele andere Hauptbahnhöfe in Restdeutschland.

00:08:40: Und nicht nur der Bahnhof selber.

00:08:42: Okay, kann man drüber streiten, aber auch der Vorplatz.

00:08:44: Man kommt raus und es ist nett.

00:08:46: Also egal, auf welcher Seite man rauskommt, wird man nicht sofort von Autos überfahren oder von Drogensüchtigen belagert.

00:08:52: Das

00:08:52: war aber in meiner Jugendzeit noch ganz anders.

00:08:55: Man erinnere sich daran, dass sämtliche Bahnstrecken in West-Berlin von der DDR Reichsbahn betrieben worden sind.

00:09:03: Und so sah es dann auch aus.

00:09:05: Und dazu kam natürlich noch, dass die Bahnhöfer ein besonderes Hochheitsgebiet waren.

00:09:10: quasi der DDR in West-Berlin und die West-Berliner Polizei da gar keinen Zugang dazu hatte.

00:09:17: Und aber zu kam mal die DDR-Trapo, die Transportpolizei da mal vorbei.

00:09:22: Ansonsten wurde aber auch alles geduldet, was der Stadt so bis hier negativ zur Gesichter stand.

00:09:27: Christiane F war ja nur ein Beispiel davon, von der Szene, die sich da um diesen Bahnhof dann herum bewegte.

00:09:35: Und das änderte sich erst dann in den ... Abnahm, man kann sagen, zur siebenundfünfzig-Jahr-Feier, neunzeitaus siebenundachzig, als deren Verträge geschossen worden sind und dann auch die West-Berliner Polizei dann eben Zugang hatte.

00:09:49: Du hast Christiane F erwähnt, wir verlinken, ich versuche natürlich alles möglich, immer zu verlinken den schon und zu verlinken natürlich die Kinder von Bahnhof Zoo für alle Leute, die das nicht kennen.

00:09:58: Das können wir jetzt hier aber nicht weiter.

00:10:00: Ich wusste, das wusste ich überhaupt nicht mit den Bahnen.

00:10:02: Also ich wusste, dass die DDR Reichsbahn, die also in Berlin hier zuständig war und ich weiß auch, dass es in Berlin, in Westberlin so eine Art auch Verweigungshaltung gegenüber zum Beispiel der S-Bahn.

00:10:16: Dass die Leute gesagt haben, fahrt nicht mit der S-Bahn.

00:10:19: Die

00:10:19: Stacheldaten nicht finanzieren.

00:10:21: Gut, es hat sie nachher so ein bisschen abgemillert.

00:10:23: Aber trotzdem, es war immer so ein bisschen ein schauriges Gefühl, wenn man zu diesen Zeiten mit der S-Bahn unterwegs war.

00:10:30: Es waren doch relativ wenige Leute da drin in den Zügen.

00:10:34: Die gute alte Holzbankklasse zog auch nicht unbedingt jeden an.

00:10:37: Und auch der Zustand der Bahnhöfe war nicht immer so ganz.

00:10:42: Ich

00:10:43: kann aus heutiger Zeit sagen...

00:10:45: Gerade auch Studenten, die ein bisschen knapp bei Kassau waren, die sind natürlich gerne damit gefahren.

00:10:48: Ich kann aus heutiger Zeit sagen, dass ich auch heute mitunter ein schauriges Gefühl bin, Berlin mit der S-Bahn zu fahren.

00:10:52: Also ganz verkneifen kann ich mir das Ganze nicht.

00:10:54: Zumal auch wirklich fünf Jahre lang regelmäßig von Potsdam mit der S-Sieben hierher gefahren bin, zum Bahnhof Janowitzbrücke.

00:11:05: Und da weiß ich gar nicht, da können wir doch gleich mal gucken.

00:11:09: Weißt du was über die Janowitzbrücke?

00:11:11: Was weiß du über die Janowitzbrücke?

00:11:13: Ja, was weiß ich über die Janowitzbrücke?

00:11:15: Das ist ein Bahnhof der Stadtbahn auf Vierdukten-Ebend.

00:11:19: Das ist eine Berliner Besonderheit für die Stadtbahn-Ebend.

00:11:22: Und, ähm, ich könnte jetzt hier ein bisschen die Geschichte der Brücke jetzt noch darstellen.

00:11:27: Da schneide ich

00:11:27: meine, die Brücke.

00:11:28: Ja, die Brücke.

00:11:30: Es war vor dem irgendwie so eine gemauerte Konstruktion, denn irgendwo ... Ich muss jetzt schlügen, nach der Jahrhundertwende war es ja so eine Stahlbogenkonstruktion.

00:11:41: Und in den zwanzig Jahren gab es ja dann auch die U-Bahn da unten, die ist damit reingelegt worden, dass man auch umsteigen konnte, nicht?

00:11:50: Und das sind jetzt so, also ich habe das jetzt...

00:11:53: Ich habe dich da natürlich so ein bisschen in der Falle, nicht in der Falle geguckt, aber ich wollte jetzt da ein bisschen damit glänzen, dass ich auch etwas über Berlin weiß.

00:11:58: Ich habe tatsächlich den... Ur-Uhr-irgendwas Enkel.

00:12:02: Der Bahnhof, übrigens, der U-Bahnhof war ja auch Geisterstationen, die Züge wurden ja durch.

00:12:07: Da hat er nicht gehalten.

00:12:08: Ja,

00:12:09: die haben ja nicht gehalten.

00:12:11: Dann unter dem Ostsektor, da gab es natürlich mit Ausnahme des Bahnhofs Friedrichstraße auch für die U-Bahn keine Alten.

00:12:19: Weil man hätte ja einsteigen können und rüberfahren in Westen, das war nicht so erwünscht.

00:12:23: Ich wollte nur sagen, ich habe mal den Uhr-Uhr-Enkel von dem Janowitz kennengelernt.

00:12:29: Und habe ich mit ihm darüber unterhalten.

00:12:30: Und der ist tatsächlich gelernte Architekt gewesen und hat mir dann erzählt, wie sein Uhr, Uhr, Uhr, was auch immer Großvater diese Brücke errichtet hat, um damit Geld zu verdienen.

00:12:40: Weil es gab eben einen Brückenzoll.

00:12:42: Das ist ja auch was, was man heute natürlich

00:12:43: ... Typische Sechserbrücke, wenn man ja auch einen Tegel hatte.

00:12:47: Und da wurden ... Also es gab eine Brückenbau-Aktiengesellschaft.

00:12:50: Man hat eine Aktiengesellschaft gegründet und hat gesagt, damit lässt sich Knete machen, dass wir hier an dieser strategisch wichtigen Stelle eine Brücke bauen.

00:12:57: Und dann ist die gebaut worden und ab achtzehn, fünfundzwanzig im Betrieb gewesen hat sich wahrscheinlich auch bezahlt gemacht.

00:13:03: Also fand ich, fand ich ganz spannend, dass man tatsächlich noch auch noch Leute trifft, die so mit der Berliner Geschichte verbandelt sind.

00:13:12: Dieser Mensch, der hat ganz was anderes dann später gemacht, der hat Architektur studiert, aber nicht...

00:13:17: Wie immer weiter lebt dieser Mensch noch?

00:13:19: Ja, der ist tatsächlich jünger als ich.

00:13:21: Okay.

00:13:22: Der wäre

00:13:23: ja vielleicht für mich mal ein Gesprächs-Tier.

00:13:24: Ich

00:13:25: bin leider nicht mehr im Kontakt mit ihm, aber vielleicht, ich meine, von den fünf Leuten, diesen Podcast hören, vielleicht ist er dabei.

00:13:30: Alex, dann melde dich einfach und dann gucken wir mal, ich fand das ganz spannend, aber ich weiß jetzt auch nicht, ob er viel mehr darüber noch weiß.

00:13:38: So, wir kommen aber weiter zu Zeit für Berlin und zu den Geschichten, die du schreibst.

00:13:43: Was ich bemerkt habe, wenn ich dort reingucke, ist, dass du ... eben nicht so eine Art, hast die Sachen zu beschreiben, Zahlen, Daten, Fakten.

00:13:51: Weil jetzt kann man ja machen.

00:13:52: Man kann dann sagen, Daniel dann gebaut und hat der Typ irgendwas.

00:13:55: Sondern du hast, finde ich, auch ein Talent dazu, dich nicht zu, also du, einerseits hast du keine Scheu davor auszuschweifen, was ich persönlich sehr, sehr schön finde.

00:14:06: Man sagt ja immer, der Leser, also jetzt bei professionellen Seiten, also Verkaufsseiten sag ich mal, bleibt dann nur wenige Sekunden und dann ist es ihm so langweilig und dann geht er dann entsprechend weiter.

00:14:21: Gegen diese Regel habe ich glaube ich ganz bewusst verstoßen.

00:14:25: Da, ich denke, nee, also du schreibst das jetzt so, dass alle Fakt da sind, dass jede Menge Fotos auch da sind, dass sich auch der Leser denn auch ein Bild davon machen kann von dem Laden oder was immer da auch jeweils beschrieben wird.

00:14:40: Eigentlich ist es ein wie gesagt ein Verstoß gegen die üblichen Internetregeln.

00:14:44: Und das macht es aber wie gesagt für mich und wir kommen gleich dazu wie ich darüber überhaupt gestoppt bin welche Geschichte das eigentlich war.

00:14:51: Das macht es für mich ganz schön weil du die also noch dazu kommt eben dass du dieses Talent was ich gerade ansprechen wollte eigentlich eben hast auch schön Geschichten zu schreiben.

00:15:01: Und einfach man bleibt dran man versucht irgendwie okay.

00:15:05: also ein gutes Beispiel dafür ist wie ich finde das Musikgeschäft Bading.

00:15:11: Auch das, wir verlinken das in Detail, aber man kann auf deiner Seite einfach stöbern.

00:15:15: Und da sagst du am Anfang, okay, ich hab das gesehen und ich find das toll und dann sieht man auch schon das Gebäude.

00:15:21: Und dann geht's los im Jahr siebzehnhundert, siebenunddreißig.

00:15:24: Ich liebe das Wurz.

00:15:26: Das ist einfach schön.

00:15:27: Das ist so typisch.

00:15:27: Das ist einfach schön, dass du dich

00:15:30: für meine Geschichten, dass ich auch versuche, ein bisschen was über die Familie, über den Standort zu erzählen.

00:15:38: Denn die Familie Bading war ja in der Köln ja wirklich eine Größe und Windmühlenbesitzer und dergleichen.

00:15:46: Und das ist ja heutzutage kaum mehr bekannt.

00:15:48: und das habe ich alles zusammengetragen, habe das dann aufgeschrieben und ich hatte das große Glück, noch ein halbes Jahr vor der Katastrophe die Bilder machen zu können.

00:15:57: Und dann saß ich am Silvesterabend vor dem Fernseher, zusammen mit meiner Partnerin und wir gucken uns beide an, was brennt denn da in Neukölln?

00:16:06: Ja.

00:16:06: Dann sah man, dass das Geschäft brennt.

00:16:09: Durch irgendwelche, sag's mal vorsichtig, fegeleitete Silvesteraketen ist der Laden in Brand geraten.

00:16:16: Und auch die darüber liegende Wohnung, wo die damals neunzigjährige Besitzerin eben dann, Gott sei Dank, das zwar überstanden hat, aber sie war dann mental so, dass sie wenige Tage später gestorben ist.

00:16:30: Diese menschliche Seite... zu beleuchten, gelingt dir ja nur dadurch, dass du eben einfach auch mit Leuten sprichst.

00:16:40: Also du gehst dann dahin und du klingelst und du fragst nach, oder?

00:16:43: Ja, also je nachdem.

00:16:44: Es gibt auch die Fälle, wo ich eine formelle Anfrage hinter mir hin richte.

00:16:49: Aber ansonsten habe ich überhaupt gar keine Scheu, einfach da mal reinzugehen und sagen, so und so sieht die Sache aus.

00:16:56: Und hätten Sie was dagegen, wenn ich denn ja, muss ich eine Alhobst haben, weil ich die Innenräume ja fotografiere.

00:17:01: wenn ich mich hier mit der Kamera umsehe.

00:17:04: Und ich habe eigentlich noch nie eine Ablehnung eigentlich bekommen.

00:17:07: Irgendwie muss ich doch besonders vertrauenzwecken.

00:17:10: Wer wickelt sein, wundert mich selbst.

00:17:14: Und war ganz zum Anfang noch ein bisschen schwierig, als ich nur eben bei Facebook vertreten war.

00:17:22: Aber seit der Internetseite, wo die Leute auch schnell mal gucken können, was ist das überhaupt schon Portal, ist das überhaupt eigentlich gar kein Problem.

00:17:28: Da kommen wir noch mal zu der Geschichte hinter den Geschichten zurück.

00:17:31: Also du hast schon als Kind und als Jugendlicher dokumentiert mit der Kamera damals aber noch nicht geschrieben, nämlich an?

00:17:39: Richtig, habe ich nicht.

00:17:40: Das kam erst später dann.

00:17:42: Und ich würde mal sagen, ganz verstärkt, nachdem die Münchner Eskapade, sage ich mal, meines Arbeitgebers da aufhörte, einschließlich das Arbeitgebers selbst.

00:17:53: Und das war ja die Zeit der Wende.

00:17:58: der Wiedervereinigung, wo sich ja natürlich erst recht was verändert hat in der Stadt, wo Bereiche zugänglich waren, wo man ja sonst immer nur mit dem Passierschein hinkam, auch als Westleremt.

00:18:10: Und da gab es so viel zu entdecken, was wieder alles zugänglich wurde, wo die Mauer abgerissen worden ist, die Bahnhöfe wurden wieder geöffnet.

00:18:19: Wir sprachen ja gerade von Geisterbahnhöfen und dergleichen.

00:18:22: eine sehr spannende Zeit.

00:18:24: Und da fing ich dann auch an, teilweise für Fachmagazine, also unter anderem Verkehrsmagazine auch zu schreiben.

00:18:31: Den ein oder anderen sind vielleicht die Berliner Verkehrsbeter, noch ein Begriff oder sind ein Begriff, bestehen ja seit über siechzig Jahren und da unter anderem.

00:18:42: Die wir natürlich in den Schonennots verlinken.

00:18:48: Also diese Wendezeit, da war ich ja noch klein.

00:18:53: auch so erlebt, dass das natürlich spektakulär war.

00:18:59: Also auf der Ostseite ist ganz viel plötzlich verlassen gewesen.

00:19:03: Und ich bin jemanden gewesen, der dann in diese verlassenen Zonen, also ob das, das waren wirklich von Privatwohnungen bis hin zu irgendwelchen Einrichtungen, wie keine Ahnung, was bei mir in der Straße die Volks-Solidarität ja hier zugemacht und eine Speisung für ältere Leute und so weiter.

00:19:18: Richtig,

00:19:18: ich war ja nervend derzeit so, ja.

00:19:19: Und

00:19:21: da reinzugehen.

00:19:22: Und so dem nachzufühlen, dass da gerade die Leute weg sind.

00:19:26: In dem Moment.

00:19:26: Die sind ja da vielleicht Wochen vorher höchstens.

00:19:29: Ist das alles?

00:19:30: Was gab er davor?

00:19:31: Die werde eben über Ungarn und so weiter.

00:19:34: Da ein, der eben geflogen.

00:19:35: Da bin natürlich auch allen zurück.

00:19:38: Und nee, das ist eigentlich vielleicht nicht, dass ich unbedingt verlassene Häuser, vielleicht verlassene Fabriken eher, das könnte man sagen.

00:19:47: Und die ich dann fotografiert habe noch.

00:19:49: Weil es bestatt ja auch so ein bisschen im Raum, okay.

00:19:54: Die Immobilienbranche war ja auch sehr stark in Bewegung, dass diese ganzen alten verlassene Gebäude irgendwo abgerissen werden.

00:20:04: Ich wollte nur gerade sozusagen die Brücke schlagen in den Osten für jemanden, also für mich.

00:20:09: Ich bin nicht nach West-Berlin gefahren damals als Kind so und habe mir das dann da angeguckt.

00:20:12: Ich habe natürlich in der Umgebung Sachen eher abgegrast und so dem nachgefühlt, was da so ... gewesen wäre.

00:20:19: Und das mag ich heute auch noch gerne, dass ich mir sozusagen so verlassene Sachen... Ich bin aber nicht so, dass ich die Geschichte dahinter dann so richtig wissen will, weil ich mir die eher im Kopf gerne ausmade.

00:20:27: Das unterscheide ich uns schon mal definitiv.

00:20:30: Ich muss noch mal kurz fragen, warst du vor der Wende dann schon mal im Osten?

00:20:34: Hast du dir Ostberlin auch?

00:20:35: Ja, ich habe bei Grün Verwandte gehabt.

00:20:37: Mittlerweile verstorben und so weiter.

00:20:40: Und die habe ich natürlich auch regelmäßig ein paar Mal im Jahr besucht.

00:20:44: Und ich bin ehrlich gesagt heute dafür dankbar, also nicht, dass es die Mauer und die Teilung gab, sondern dafür, dass ich das alles noch so bewusst erleben konnte, wie das war, welche Umstände man auch als Wesker eben machen musste, um halt nach in den Osten zu kommen, wie man ja so damals sagte, wie es da drüben aussah und wie die Leute dort so lebten und so weiter sind also doch sehr prägende Erinnerungen für mich.

00:21:12: Sag mir doch mal.

00:21:13: Ob die der Verfaltstatus im Osten verglichen mit dem, den du im Westen sozusagen gesehen hast, wirklich so dramatisch anders war.

00:21:22: Ja, man hat ja schon den Eindruck, also hier wird auch Verschleiß gefahren, was die Reichsbahn betrifft.

00:21:29: Ja, die Innenstädte, da gab es ja auch diese Abrisswelle.

00:21:33: Man wollte nicht Geld investieren.

00:21:36: in die Restaurationen von alten Bürgerhäusern und dergleichen.

00:21:41: Sondern man wollte rationell eben neue Bauten entstehen lassen.

00:21:45: Ich denke, die Amazon und dergleichen.

00:21:47: Dafür wurden denn die Bestandsbauten oftmals abgerissen.

00:21:51: Wobei das in teilweise

00:21:53: kostenvoll auch.

00:21:54: Ja, genau.

00:21:54: Aber teilweise war das dann halt auch eben gar nicht möglich, so schnell einen neuen Wohnraum zu schaffen.

00:21:58: Also Potsdam, die Potsdamer Innenstadt verdankt in großen Teilen.

00:22:02: Ihre heutige Existenz, der Tatsache, dass gar nicht so schnell Neubauten und in der Menge bereitgestellt werden konnte,

00:22:08: auch für die Leute.

00:22:09: Ja, der Wohnungsmangel, das ist richtig.

00:22:11: Und

00:22:11: deswegen ist der ganze Kram.

00:22:13: Wenn ich manchmal in Westdeutsche Städte fahre, dann sehe ich so diese Bausinken aus den Fünfzigern und Sechzigern und bin mir sehr sicher, dass davor dort ein Altbaustand, der aber mit, ich sage jetzt mal, den vorhandenen Mitteln jetzt so nicht gut... sanierbar und dann vermiedbar, also gewinnbringend vermiedbar gewesen wäre.

00:22:32: und dann hat man sich entschieden, aus finanziellen Gründen das anders.

00:22:36: Im Osten, also in der DDR, hatte das natürlich sehr viel auch rationelle Gründe.

00:22:43: Man wollte kaum Geld in die alten Bauten investieren, sondern eben gleich Neues erschaffen und das unterhört großen Maßstab.

00:22:52: Teilweise auf der Wiese, einfach so, aber auch teilweise unter Abriss der Bestandsbauten.

00:22:58: Im Westen gab es das natürlich auch in gewisser Weise.

00:23:02: Man wollte den alten Mief ablegen, man wollte die moderne Zeit, wie es ja immer damals hieß, einziehen lassen, die autogerechte Stadt mit ihren Schnellfahrstraßen und dergleichen.

00:23:14: Da musste dann natürlich auch die Straßenbahn weichen.

00:23:17: In den Fünfzig gab es ja den Straßenbahnbeschluss im West-Berlin.

00:23:21: dass diese bitte abschaffend ist und bis ... ... siebenundsechzig ist es ja dann auch ... ... geglückt in Anführungsstrichen.

00:23:28: War eigentlich eine verkehrspolitische Todzünder.

00:23:31: Natürlich.

00:23:32: Also das gab es da auch.

00:23:33: Man wollte das Moderne schaffen, ... ... der Zukunft sich zuwenden, ... ... gerade aus einem Hinblick auf dem, ... ... was davor war eben, ... ... man wollte einen neuen Baustil auch schaffen, ... ... der nichts mehr mit denen.

00:23:48: Baustilen der Damalien, Zeit davor, eben zu tun hat.

00:23:52: Gibt es irgendein Gebäude aus der Zeit, was du gerne magst, wo du richtig sagst, so, das ist ein gelungenes Beispiel?

00:23:58: Also gibt es tatsächlich in Berlin tatsächlich viele, viele schöne, aktuelle... Das

00:24:01: wird auch noch ein bisschen verkannt, auch bei diesen fünftiger und sechziger Jahre Neubauten gibt es natürlich auch eine ganz hervorragende Beispiele, sowohl bei Wohnbauten, der Großhanserviertel und so weiter.

00:24:14: Aber auch bei den Fabrikgebäuden.

00:24:16: Man denke in der Ulsteinstraße an das Phillipswerk, was dort ist, was die Firma Phillips ja hat errichten lassen mit Gleisanschüssen usw.

00:24:24: Typisch auch für die Zeit.

00:24:25: diese Schieddachkonstruktion, dass die Räume sehr gut belichtet sind und auch diese Treppenhäuser, das sieht man oftmals, dass die so ein bisschen schräg gestellt sind, sich der Hauptsondenseite zu wenden, das finde ich schon ganz beeindruckend.

00:24:43: Und auch das ehemalige Kantienbeutel, Gebäude, was da und erhalten ist, das lohnt sich schon, sich mal anzuschauen, wenn man da mal Zugang hat.

00:24:52: Die Frage ist, also... Das

00:24:54: gibt ja eine Nachnutzung.

00:24:56: Ich habe ja immer mal Podcast-Ebison mit dem Herrn Professor Hoppe vom Technikmuseum, der sehr bemüht ist, gerade auch die... Industrievergangenheit von Berlin, so mit Wegweiser, nicht mit Wegweiser.

00:25:11: Aber derzeit ist das ja verkannt von auch die ollen Industriebauten.

00:25:15: Wer interessiert sich denn dafür?

00:25:17: Gott sei Dank hat sich diese Haltung natürlich sehr stark gewandelt.

00:25:20: Und da bringt der Verein auch so wirklich so eine, wie soll man sagen, so eine nicht Wegweiser, aber so Häftchen raus, wo man dann gucken kann, okay, was sind die Wege?

00:25:29: Also dann kann man die abwandern.

00:25:30: Könnte man, könnte man mit deinen Sachen auch so eine kleine Stadtwanderung machen?

00:25:36: Ja, wobei allerdings die Berichte jetzt natürlich viele Themen aufgreifen und eigentlich zum Abwandern ist das eigentlich nicht unbedingt das Richtige.

00:25:47: Man kann also die einzelnen Orte natürlich aussuchen, sofern sie existieren, aber damit eine Stadtwarnung zu machen ist schon ein bisschen schwierig.

00:25:55: weil es da keine Linie gibt, keinen Weg, den man da irgendwie ablaufen könnte.

00:26:00: Das wäre ein Projekt für Leute, die diesen Podcast hören, sich das mal zu... Lass mal auf, weil ich mich

00:26:04: hier auch verörte.

00:26:05: ...zuschriften.

00:26:06: ...zuschriften an PodcastEdGolem.de, mal zu einem Beispiel, das mich zu dir geführt hat.

00:26:13: Ich kann dir nicht mal mehr sagen, über welche Plattform ich das gefunden habe, denn es ist ganz sicher, dass ich es nicht durch einfach... Schieres im Internet surfen.

00:26:24: Mir über den Weg gelaufen ist.

00:26:25: Du postest Sachen, wie du gesagt hast, auf Facebook.

00:26:28: LinkedIn, meine ich, ist auch eine Plattform.

00:26:30: Ja,

00:26:30: richtig, genau.

00:26:31: Es könnte also eines von denen gewesen sein.

00:26:34: Und das war die Geschichte zum Umsteiger.

00:26:38: Ja.

00:26:38: Und

00:26:39: ich bin mit dem Rad viel in Berlin unterwegs, weil ich ja von Potsdam nach Berlin ... Also in die Mitte, nach Mitte fahre mit dem E-Bike.

00:26:49: Rottliche Leistung von Pforzdam aus nach Berlin

00:26:51: mit dem E-Bike.

00:26:52: Also ich hab's auch schon im Fahrrad gemacht vor Corona, ab und zu mal, aber das ist jetzt nicht so ein großer Spaß und man kann das auch nicht dauerhaft machen, nicht bei jedem Wetter, aber mit dem E-Bike kann ich's bei jedem Wetter und Regen und all das ist mir egal, das mach ich schon.

00:27:03: Und manchmal fahre ich dann in Berlin zu Terminen und so kriege ich tatsächlich mehr mit darüber, wie so die Stadt ist.

00:27:11: Man kann jetzt nicht so gut mit links und rechts gucken, aber ... Ich weiß, dass ich das Gebäude zum Umsteiger gesehen habe.

00:27:18: Das befindet sich, für alle, die es nicht wissen, aber kann man natürlich, wie gesagt, in den Schoen uns mal reingucken, da an den Jorgbrücken.

00:27:24: Richtig, genau.

00:27:25: Was hat es damit auf sich?

00:27:27: Ja, also natürlich ist die Jorgstraße auch ein sehr markanter Punkt, schon allein auch durch die Brücken.

00:27:33: Sehr stark befahrende Straße, ist ja der Generalzug, nicht Gneisenhausstraße, Jorgstraße, Büdostraße.

00:27:40: Das ist ja alles ehemalige preußische Generäne gewesen, deswegen also Generalzug.

00:27:45: Und stark befahrene Straßen und klar guckt man daran vorbei und dann fällt ein natürlich auch sofort dieses alte, doch recht schmale Gebäude, sieben Meter hat das ja nur in der Breite.

00:27:57: Auch das wirkt so ein bisschen wie, wie soll ich sagen, wie so ein Spukschloss aus den Harry Potter-Filmen irgendwie.

00:28:03: Noch dazu, weil irgendeinen Spaßvogel in den Siebziger, achtziger Jahren so ein paar Arter darauf gesetzt hat auf die Ballustraden oben im Simst.

00:28:11: Ich dachte erst gehört im Original dazu, ne?

00:28:14: Bauzeichnungen sprechen da eine andere Sprache und auch Fotos, die bei denen zugespielt worden sind, die Arter sind also irgendwo waspläter ergänzt worden.

00:28:21: Was hat es damit aufsicht?

00:28:23: Naja, dem an ist ja der Bahnhof Yorkstraße, der S-II.

00:28:28: Und auch ein Gebäude, den man das heute nicht mehr ganz so ansieht.

00:28:32: Vielleicht, wenn man reingeht, da sieht man noch so die alten Böden.

00:28:35: Und die Gewölbemauern und so weiter.

00:28:38: Aber die Fassade ist doch irgendwann einmal, wann selbst die Bahn nicht entstellt worden ist, sondern glatten Putzwand.

00:28:45: An der Seite sieht man noch, dass es auch ein roter Ziegelbau war.

00:28:50: Und dieser Bahnhof hatte natürlich keine eigene Bahnhoßgarstätte.

00:28:55: Und einen Fifier-Gastwirt kamen damals, wir sprechen ja von der Zeit, um die Idee.

00:29:02: Menschskinder, es wäre doch eine tolle Sache, wenn wir daneben einem Gastettengebäude errichten würden, wo auch er mit seiner Familie dort liegen konnte gleichzeitig auch.

00:29:12: Also unten wurde er ins Geld verdient und oben lebte er dann mit seiner Familie, trotz der doch recht beengten Wohnverhältnisse.

00:29:19: Aber das war ja für die Zeit auch so ein bisschen typisch.

00:29:22: Wohnungen waren sehr stark nachgefragt, gab es nicht im ausreichenden Maße.

00:29:25: Eigentlich wie heute.

00:29:26: Ja, und deswegen ist dieses ... Restaurant und Gasteckengebäude errichtet worden.

00:29:33: Die war also von Anfang an mit einem Lokalehnt besetzt.

00:29:38: Es gibt dann für die Zeit der zwanziger Jahre Wirtschaftskese und dergleichen auch so eigenartige Gerüchte.

00:29:44: Na ja, da sollen sich auch gewisse Damen angeboten haben.

00:29:49: Also es gab ja nicht nur was zu essen und was zu trinken, sondern auch andere Vergnügungen für den Herrn.

00:29:58: Das änderte sich aber dann bald wieder und war dann eigentlich die ganze Zeit über bis zum Umsteiger denn durchgehende Gaststätte.

00:30:07: Dann machte der Umsteiger jetzt, das Gebäude wurde verkauft und die Studenten, die das erworben hatten, konnten sich da leider nicht halten.

00:30:16: Das heißt nach ein Jahr wurde es denn geschlossen.

00:30:19: Und dann war es ja so, es war ja Pachtland der Reichsbahn.

00:30:24: Mit der Wiedervereinigung gingen natürlich auch die ganzen Grundstücke dann in das Vermögen über der Bundesbahn ja und dann nachher der deutschen Bahn dann.

00:30:35: Und das heißt also diese Sachen wurden, die Pachtverträge wurden aufgelöst, die Grundstücke wurden verkauft an einem Bauträger, der dann auch vor allem im Hinterland dieses Gaststättengebäudes der Bautsner Straße, denn das wurden Viertel errichtete.

00:30:51: Irgendwann kam noch mal eine Dame dieses Bauträgers auf mich zu.

00:30:55: Ja, sie hätten dieses Gebäude mit erworben sozusagen.

00:30:59: und ob ich da nicht mal was recherchieren könnte.

00:31:02: Habe ich denn getan, was auch für mich natürlich sehr spannend war.

00:31:07: Zumal ich auch das Glück hatte, eben die Kneipe zur Umsteige auch mit der Kamera zuvor besucht zu haben.

00:31:12: Rechtzeitig noch.

00:31:14: Da kommen ja zwei Sachen zusammen.

00:31:15: Du bist eigentlich jemand, der durch die Gegend läuft.

00:31:18: Du siehst dieses Haus und du fragst dich, was hat's damit auf sich?

00:31:21: Da ist ne Gastronomie unten drin, geh

00:31:23: mal rein.

00:31:23: Weil er immer so eine Kultkneipe, muss man ja beinah schon sagen, weil er wird nicht nur da Speisen und Getränke an Boot, sondern ab und zu auch mal so literarische Abendarte.

00:31:32: Er war ja, glaube ich, Schauspieler, also Versicherungsvertreter und dann auch so ein bisschen auch Schauspieler und so in der Richtung, hat also sehr bewegte Biografie gehabt, wo er dann mit seiner Frau, die immer nur als Holde ansprach, das lokal eben führte.

00:31:49: Und ich durfte damals dann auch alles noch fotografieren.

00:31:52: Der wird, zeigte mir sogar alte Baupläne noch und so weiter, die ich dann fotografieren konnte, was ich nicht wusste, dass er dann schon offensichtlich zu dem Zeitpunkt schon plante, schon allein aufgrund des Alters.

00:32:03: das eben zu verkaufen, das eben die Pachtwäldnis aufzulösen, wieder dann weiter zu verkaufen.

00:32:09: Und über welche Zeit reden wir da?

00:32:10: Wann hat das gemacht?

00:32:12: Wann war das?

00:32:13: Das war nicht gleich mit der Wende, sondern das war schon, ach, muss jetzt lügen, zweitausends, zweitausendfünfzehnt so was in dem Dreh, so etwa war das dann.

00:32:27: Aber war das die Zeit, wo du auch angefangen hast?

00:32:31: Da zu recherchieren oder hattest du schon vorher dir das an?

00:32:34: Ja, ich

00:32:34: hatte was das Gebäude in der Joghschasse betrifft.

00:32:37: Erst mal seine Kneipe infografiert, war so etwa so dieser Zeit.

00:32:41: Und fängt dann auch an schon ein bisschen zu recherchieren.

00:32:46: Aber der Vorteil ist, wenn man jetzt vor dem Eigentümer angesprochen wird, man bekommt dadurch dann natürlich auch Zugang zu den Grundstücksakten, zu den alten Bauakten.

00:32:57: weil hier normalerweise eben Personenschutz, Datenschutz und so weiter nicht für jeden zugänglich sind.

00:33:03: Und da konnte ich dann natürlich in den entsprechenden Bauämtern, in dem Fall war es ja das Rathaus Schöneberg, weil das ja schon nicht mehr Kreuzberg, Kreuzberg ist genau die Grenze des Bahnhofs da, Schöneberg eben und konnte dann entsprechend recherchieren.

00:33:17: Das war natürlich nochmal eine Sache, die das Ganze sehr beflügelt hat.

00:33:21: Ist das üblich, dass dich inzwischen schon Leute so weit kennen oder sagen, okay, vielleicht sollten wir uns mal mit ihm zusammensetzen und mal gucken, was da geht?

00:33:31: Also ist das jetzt schon was, bist du so berühmt?

00:33:34: Naja, also berühmt nicht.

00:33:35: Also das denke ich mal eher nicht.

00:33:37: Aber es kommt bisweilen vor, dass eben Leute zufällig auf meine Artikel stoßen, durch meine Social Media Post oder weil sie nach Irk einer Sache suchen im Internet, ob es da schon mal was gegeben hat und dann auf meine Berichte stoßen.

00:33:51: Und in dem Fall ist, ich meine, das ist ja dann für dich ein totaler Glücksgriff, ne?

00:33:56: Wenn die dann kommen und sagen, Mensch, wie sieht's denn aus, Herr Röhrich?

00:34:00: Wollen Sie nicht mal unser Akten auch noch durchstöbern?

00:34:03: Das ist richtig, ne?

00:34:05: Ja, ein Glücksgriff, ne?

00:34:07: Und die Kosten wurden ja auch nicht so ganz so, umsonst sage ich mal, wenn man dann Akteneinsicht vornimmt, wurden auch getragen, also insofern ja.

00:34:17: Du hast das Ganze illustriert auf der Seite, also das geht über mehrere Seiten, also wenn man das durchlässt, ein bisschen Zeit drin.

00:34:23: Ich sage

00:34:23: zu weit eben zum Internetartikel müssen kurz sein, knackig sein und einige wenige Zeit wird bewusst von mir eben diese Tradition, sag ich mal, durchbrochen.

00:34:35: Aber was du machst, du bebilderst das Ganze sehr schön.

00:34:38: Und zwar nicht nur mit Fotos, die du selber gemacht hast, sondern auch mit, wenn du dran kommst sozusagen mit historischen Bildern, was ein ganz schönes.

00:34:44: zum Beispiel in dem Fall ist, du hast es vorhin gesagt, Diese Jorg-Brücken, das waren ja Dutzende.

00:34:51: Also heute werden wir da durch.

00:34:54: Da

00:34:54: waren ja die Anlagen mehrer Bahngesellschaften hier zusammen liefen.

00:34:59: Die Jorgstraße muss hier überquert werden, dementsprechend die Brücken, denn dazwischen liegen die Güterbahnhöfe, Vorortbahnhöfe und die Zudaufstrecken zu den Personenbahnhöfen und und und.

00:35:09: Da kam so einiges zusammen.

00:35:11: Und da hast du zum Beispiel ein schönes Bild auf der Seite von der Situation, da kann man mal nachzählen, wieviel es damals waren.

00:35:17: Hat da so so ein Art Gefühl, wenn man unter den Joghbrücken durchgeht, so ein bisschen ist das heute auch noch so, als wenn man so in eine Art Tunnel geht, der nach oben hin ab und zu mal offen ist.

00:35:27: Vieterbrücken sind ja nicht mehr so da, doch noch eine gewisse Anzahl, aber einiges sind hier im Laufe der Zeit eben doch abgerissen worden.

00:35:36: Und schon ein Palette der Reisbahn.

00:35:39: Und ist nicht mal ganz so das Fedingt wie damals.

00:35:42: Aber was man immer noch sehen kann und was du auch hier beschreibst, ist eben, man kann so ein bisschen noch erahnen die Zeit, in der das alles erbaut wurde.

00:35:52: Das war, muss man sich ja vorstellen, du hast gerade gesagt mehrere Bahngesellschaften, das war so ein bisschen die Aufbruchsstimmung.

00:35:59: Dieses neuen Verkehrsmittelsbahn, das jetzt nach Berlin kommt, also der Kaiser war ja korrigierend, ich werde da falsch liegen, aber die Obigkeit war dem ja sehr aufgeschlossen gegenüber.

00:36:07: Selbst Potsdam hatte ja irgendwie, der hatte ja einen eigenen Kaiserbahn und den ganzen Quatsch.

00:36:11: Baden-Axien

00:36:12: waren ja damals, soll ich sagen, das wirtschaftliche Gold, was da ja später vielleicht IT-Axien waren von irgendwelchen... Schippherstellern und so weiter.

00:36:22: Das waren also sozusagen die Blue Ships der damaligen Zeit.

00:36:25: Die Eisenbahn-Axien natürlich gab es dann auch mal einige winnige Gestalten.

00:36:29: Wie Herrn Peter Henry Strusberg, der das versuchte, maximal auszureizen, dass Bauland kaufte, Eisenbahn errichtete, denn aber mehr Bauland kaufte als eigentlich erforderlich war, die Grundstücke dann veräußerte.

00:36:46: Und mit dem Gewinn die Eisenbahnanlage, der in seinen nächsten Projekten finanzierte, setzte aber voraus, dass es wirklich zu einer Gewinnsituation kam.

00:36:55: Und da gab es dann so einige, ich sag mal, Zwischenfälle, die fast den, dass sich Junge Kaiserreich ab in den Wirtschaftlichen Bankott gebacht haben, durch seine Finanzmanöver.

00:37:08: Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

00:37:09: Aber auch da im Westen nichts Neues, mit der Dortkornblase kennen wir das Ganze ja auch.

00:37:13: Richtig.

00:37:14: Worauf ich hinaus wollte, war, dass du beschreibst, und das kann man eben da auch sehen, dass eben die Brücken, die noch da sind, auch ein bisschen noch von dieser Geschichte erahnen lassen, denn die sind natürlich, weiß ich, von verschiedenen...

00:37:27: Stehen ja diejenigen, die noch da sind, stehen unter Denkmalschutz und wurden auch zum Teil restauriert, auch die älteste Brücke der Dresdner Bahn.

00:37:35: direkt neben dem Bahnhof Jörgstraße und direkt auch neben den Gebäude des Umsteigers.

00:37:40: Und weil die eben von diesen verschiedenen Gesellschaften gebaut wurden, sehen die teilweise eben auch unterschiedlich aus.

00:37:44: Sie haben andere Folienformen.

00:37:46: Die Baustelle und die Art der Brücken zu errichten, änderten sich natürlich auch, weil ja auch die Verkehrslaste sie erinnerte.

00:37:54: Die Lokotiven wurden größer, stärker, die Strecken wurden mehr befahren und so weiter.

00:37:58: Dementsprechend mussten natürlich auch die Brücken von der Tragfähigkeit her usw.

00:38:03: angepasst werden.

00:38:05: Und dann kann man, wenn man drunter durchläuft, durch die Säulen und die Säulenform angucken und erfährt dadurch ein bisschen was über genau diese Sachen.

00:38:10: Die Säulen

00:38:11: haben natürlich so ein bisschen einen Nachteil, weil das ist ja so ein Metallguss.

00:38:16: Und wehe dem ein Fahrzeug fährt dagegen, dass dieses Guseisen-Betall, das spielt das natürlich sehr leicht.

00:38:25: Und das ist dann natürlich wieder so ein Gefahrenpunkt.

00:38:27: In den dreißigjährigen Jahren ging man dazu, über massive Stahlkonstruktionen da zu errichten, genietet und so weiter.

00:38:35: Die waren dafür natürlich weniger anfällig.

00:38:37: Das ist zum Beispiel eine Sache.

00:38:39: Nicht die sogenannten natukischen Säulen, die so gusseisernden Säulen, waren natürlich nur für eine begrenzte Verkehrslast ausgelegt, die damals ja völlig ausreichend war.

00:38:47: Und wenn so ein ferdegespannter Gegenknallte, das machte nicht viel aus, ist mit modernen Fahrzeug natürlich schon mal eine andere Sache.

00:38:54: Was man auch gut sehen kann, gar nicht mal so weit weg vom Espano Fjordstraße ist, die Folgen auch des Krieges.

00:39:02: Man sieht also teilweise noch die Einschlüsselöcher in diese Stahlteile bei einzelnen Brücken.

00:39:09: Musst du mal drauf achten, wenn du da mal wieder lang gehst.

00:39:12: In meiner Gegend, in der ich in den Ende der Neunziger gewohnt habe in Potsdam, in einer sehr befahrenden Straße, die aber wunderschöne, riesige Jugendstilaltbauten hatte, die wir für sehr wenig Geld konnten wir da eine Wohnung mieten, mit Dienstboteneingang und allem Pipapo.

00:39:31: Heutzutage vermute ich, um bezahlbar, obwohl es an dieser furchtbaren Straße liegt.

00:39:35: Und die waren damals natürlich auch noch nicht saniert.

00:39:37: Deswegen waren hier so, also, innen drin, die hatten moderne Heizform, moderne Heizform auf jeden Fall und so weiter und so fort dabei.

00:39:43: Ansonsten war da jetzt nicht viel gemacht worden.

00:39:45: Und da gab es ein paar Häuser weiter, auch ein Haus, das eben genau noch diese Granatensplitter, man hat genau gesehen, wo die Granate gezündet ist und Konnte das so nachvollziehen.

00:39:56: In eines Nachts bin ich irgendwie aufgewacht und habe überlegt, müsste da eigentlich noch ein Granatspilter drin sein und bin am nächsten Morgen dahin und habe einen kleinen Metallspilter aus einem von diesen Löchern raus geglaubt, der da seit nineteenhundertvierzig vermutlich eine steckte.

00:40:13: Ja.

00:40:15: Also solche Fassaden gab es natürlich auch in Westen viel.

00:40:18: Die Häuser waren ja doch ein bisschen vernachlässigt, sage ich mal.

00:40:21: Wo man das noch erhaden konnte, die Geschosse haben da was abgespielt von der Fassade vom Putz.

00:40:30: Das ist vielleicht auch so ein Thema, was den Bahnhof Joghstraße betrifft.

00:40:37: Man kann erkennen an der Hofseite zum Gastettengebäude hin, wo der Obensteiger ja drin war, dass das mal auch so ein Ziegelbau war.

00:40:48: Dieses Gastettengebäude, das hier ... Nach der Fertigstellung des S-Bahnhof-Jorgs-Straße errichtet worden ist, nimmt dieser Form auf.

00:40:55: Und ich persönlich würde es mir wünschen, dass dieser moderne Putz, der wann auch immer daran gekommen ist an die Gebäude, das der mal abgeschlagen wird, die Ziegelarchitektur wieder zum Vorschein tritt und das Dach vor allem, das gewaltige Dach, das ich S-Bahnhof mal hatte, wieder errichtet wird.

00:41:13: Ein bisschen hatte ich ja Angst um das alte Gebäude, Wenn die S-Ion-Zwanzig im südlichen Teil verlängert wird, wird ja ein Tunnel runtergeschoben, vom Potsdamer Platz aus kommt und so weiter, dass das Gebäude dann abgerissen werden könnte, obwohl es unter Denkmalschutz steht.

00:41:29: Aber wie das immer so ist, Verkehr hat Vorrang, auch vor den Denkmalschutz.

00:41:35: Aber nach den aktuellen Plänen der Bahn ist es wohl so, dass ein modernes Gebäude, was auch die bessere Umsteigungsmöglichkeit zu übernimmt, ermöglicht.

00:41:45: auf der gegenüberliegenden Straßenseite errichtet wird, wer das Gebäude erhalten werden soll.

00:41:50: Ich würde mir wünschen, wenn hier das Gebäude wirklich original geträumt wiederhergestellt wird.

00:41:55: Denn so viele alte Vorortbahnhöfe gibt es ja nun auch nicht, die man da noch so wiederherstellen könnte.

00:42:05: Zumindest jetzt steht es noch und ich sehe auch ein Bild auf deiner Seite, wo es jetzt umringt ist von einer Baustelle, wo ein neubauer Grund herum entsteht.

00:42:13: Bezogen?

00:42:14: Das ist natürlich

00:42:14: ein harter Kontrast dazu, ja.

00:42:16: Kommst vorsichtig

00:42:16: auszudrücken.

00:42:18: Neu bezogen ist es aber nicht.

00:42:21: Na, ist da jetzt schon eine neue Gastronomie?

00:42:25: Es soll nach den Plänen des Bauträgers da ein soziales Projekt mit reinkommen.

00:42:29: Dass sich so ein bisschen auch so um die Integration von Jugendlichen mit emigranten Hintergrund und so weiter kümmert.

00:42:40: Eigentlich ein sehr lobenswertes Projekt.

00:42:42: Sollte da mit reinkommen, aber bisher sehe ich da nicht, dass sich da irgendwas verändert hat.

00:42:46: Der Lehrstand ist immer noch da.

00:42:49: Ach so, aber das würde ja dann bedeuten, dass Berlin dafür Geld ausgeben muss.

00:42:53: Nicht unbedingt, das ist ja die Frage, wenn es ein privater Sozialträger ist.

00:42:57: Ah, stimmt,

00:42:58: das gibt's auch.

00:42:59: Wer würde dann so ablaufen, so war es wohl auch angedacht, das Gebäude wird wieder hergestellt.

00:43:04: Also das gasteten Gebäude wird wieder hergestellt.

00:43:07: Und dann zieht da ein privater Träger dann mit rein.

00:43:10: die ja vielleicht einen irgendeinen Senatszuschuss bekommt, das mag sein, aber es ist nicht direkt unmittelbar, denn die Einrichtung vom Senat finanziert.

00:43:18: Aber um die Geschichte jetzt so ein bisschen abzuschließen nochmal, du bist drin gewesen, hast mit dem damals noch, also der damals noch das Betrieb mit dem Wirt gesprochen, mit Herrn Senz, glaube ich, Herr Senz.

00:43:30: Das

00:43:31: war Herr Senz, ja, richtig.

00:43:35: Wie war so die Stimmung?

00:43:36: Der wusste ja auch wahrscheinlich, dass das jetzt irgendwie auch mal einen Ende hat.

00:43:39: Und die Fotos geben ja her, das ist ja faktisch wie ein Verlänger des Wohnzimmer von ihm gewesen.

00:43:44: Er hatte einen Tisch da, da lagen seine Unterlagen seine Zeitung drauf, da hat er richtig... Er

00:43:47: war da recht ungeniert, er war allerdings auch sehr offen, wenn die Gäste eben kamen und auch wenn mal so fotografiert worden ist und so weiter.

00:43:54: Er war das gewisserweise auch schon gewohnt, weil das war ja so ein bisschen die Kultkastette.

00:43:59: Ich bin eigentlich erstaunt darüber, wie wenig Fotos man eigentlich finden kann.

00:44:05: Trotz alledem.

00:44:07: Er war da auch recht ungeniert, war da recht offen, saß da auch mit seinen Stammgästen da und so weiter.

00:44:12: Und ja, zweites Wohnzimmer trifft es.

00:44:15: Das ist ja eigentlich auch der typische Geist von Kneipen gewesen.

00:44:20: Früher betrachte man tatsächlich diese Kneipen als Wohnzimmer, als zweites Wohnzimmer.

00:44:26: Man ging eigentlich aus den oberen Etagen in Latschen runter, an den Tresen.

00:44:32: Und da hieß sich da mit seinen Kumpels da, die auch alle so aus dem Viertel stammten, und da ging man den Ladschen wieder nach oben.

00:44:40: Eigentlich hört sich das immer noch an wie Berliner Kneipen für mich, aber gut, was weiß ich schon, also die in den... Also Ladschen

00:44:46: hab ich heutzutage da kein gesehen, aber auch die Allgeherren, die da in ihren etwas abgetragenen Anzügen da saßen, Zigarre im Mund oder in den Skat droschen.

00:44:56: Und jeden erstmal so ein bisschen schief angucken, um nicht so sagen, mit Pöbeln, je nach Alkoholstand, die sind heutzutage auch verschwunden.

00:45:04: Da gibt es ja das Rauchverbot.

00:45:07: Und es hat sich eigentlich das Publikum, der Kneippen hat sich eigentlich im großen Teilen eigentlich sehr stark geändert gegenüber früher.

00:45:13: Ich meinte nur mit dem Badedarschen, aber dass es heute eher ein hippes Assist war, das ist nicht mehr die gleiche Idee.

00:45:19: Die Latschen meine ich Pantoffeln, also kenne ich unbedingt Badelatschen.

00:45:23: Ich weiß nicht, guck mal bitte auf die Füße von den Leuten.

00:45:25: Das ist wieder ein Stil, das Leute wirklich mit so komischen Pantoffeln, mit Puschen dran und allem.

00:45:29: Und ich frag mich, wie kann das sein?

00:45:30: Aber bitte schön.

00:45:33: Hatte der da schon eine Ahnung, dass das jetzt bei zu ist?

00:45:36: Hat er die gesagt, er will zumachen?

00:45:37: oder wie war so die Situation?

00:45:38: Also

00:45:39: gesagt hat er nichts.

00:45:40: Man kann jetzt nur vom zeitlichen Ablauf her irgendwie annehmen, dass es da schon Gespräche gab mit den Generalpächtern.

00:45:48: Eure Herr Mühlenhaupt, der auch eine Dachdeckerei betrieben hatte in der Nähe, und der hatte von der Reichsbahn so einige Gebäude da in dem Bereich gepachtet, die nachher später so auch als Ibbemis und so weiter genutzt worden sind.

00:46:04: Und wann der Herr Mühlenhaupt da seine Generalpacht verloren hat.

00:46:10: und ob es da schon Gespräche gab, zu dem Zeitpunkt kann ich gar nicht mal sagen.

00:46:16: Also ich hatte jetzt so nicht das Gefühl, ich kam mir so ein bisschen vor, als wenn vielleicht auch so ein bisschen schon aufgrund des Alters, Gesundheitsstands vielleicht auch da eine gewisse Rolle gespielt haben könnte, aber geäußert wurde da nichts.

00:46:32: Ein so intensiv würde ich denken, er hat da schon einiges vermutet.

00:46:37: Und du hast, wenn man jetzt weiter noch guckt, auf der Seite durchaus auch ein Fäbel für so alte Lokale.

00:46:43: Also ich habe ja noch die Ankerklausel am Wickel, auch so eine schöne Geschichte, mit Bildern von der Familie.

00:46:50: Das ist

00:46:50: faszinierend zu sehen, wenn du sagst, alte Lokale.

00:46:53: Die Ankerklausel hat gegenüber meiner Jugendbinie am Planufer aufgewachsen, also in der Straße, die sich daran anschließt.

00:47:03: Ich hatte ein ganz anderes Image bekommen.

00:47:04: Diese alten Herren, von denen ich gerade gesprochen habe, das verschwand alles.

00:47:09: und auch die alten Damen, sage ich mal, die dann immer regelmäßiger Kaffeefahrten machten, bei Kartoffelsalat und Bockwurst, was dann auf dem Schiff serviert worden ist, wodurch denn diese ganze Schiff hat so ein, ja, wie soll ich sagen, altfrauen, alteren Image bekommen hat, das ist völlig verschwunden.

00:47:31: Nicht sehr viele Touristen, die das nutzen, aber auch sehr viele jüngere Leute.

00:47:35: Und so ist es auch der Anker-Klauselgang.

00:47:38: Der ZD-Inner hat das sehr geschickt gemacht.

00:47:41: Im ersten Donnerstag im Monat gibt es ja den Suestay Club, wo also die Generation so um die Dreißigvierzig so dann Distanzbein da spieken kann, im modernen Disco-Stil.

00:47:54: Erstaunlich, dass es bei den beengten Platzverhältnissen da so möglich ist.

00:47:58: Muss man direkt mal hingehen, wenn du so einen Discoabend da stattfindet.

00:48:01: Und ich hatte also dadurch ein recht modernes Szene-Image eigentlich bekommen, gegenüber früher.

00:48:07: Was aber natürlich im Raum stand, ja, wie alt ist denn bitte die Schöne, die Ankerklausel.

00:48:13: Und das war natürlich für mich eine Frage, zumal auch die Bauämter nicht unbedingt zunächst einmal Unterlagen darüber finden konnten, der derzeitige Eigentümer hat von der Rederei, von der er es übernommen hat, eine moderne Bauzeichnung bekommen.

00:48:29: Das war es dann aber auch.

00:48:32: Ich musste dann erst eine Forschung betreiben.

00:48:35: Eines Tages bekam ich einen Anruf.

00:48:38: Ja, guten Tag, hier, Schmidt.

00:48:39: Das sah ich sehr schön.

00:48:42: Er wäre der letzte Überlebende der Rederei Schmidt, die damals statt bekannt war, in den Sechzigerjahren noch.

00:48:50: Ob ich den Interesse hätte an alten Fotos, an alten Dokumenten, er hätte da schon mal meinen Bericht gesehen und könnte vielleicht auch viele Fragen beantworten, natürlich und ob.

00:48:59: Da hat sich ein sehr langes Gespräch bei Kaffee und Kuchen entwickelt.

00:49:06: Da konnte ich dann festlegen, ja, die Geschichte stimmt, dass im Zuge des Umbaus der Janowirtsböcke und des heutigen Roland-Ufers die Rederei dort weggehen musste.

00:49:22: Sie hatten aber schon ein Grundstück an der Cottbuserbrücke gekauft und da wurde dann auch aus, ist ja vom Vater übernommen worden, aus einer gewissen PET heraus dieses alte Verkaufshaus, ich habe ja die Fotos da drin, wie das noch eine Obsthalle sogar war, mitgenommen und dort aufgestellt.

00:49:38: Und in den Jahrzehnten denn, seit dieser Zeit, seit den zwanziger Jahren, ist dann dieses Gebäude immer mehr erweitert worden wie so eine Zwiebel, wo man eigentlich nicht um die andere herumgelegt hat.

00:49:51: Das hat mir dann auch der Eigentümer dann auch bestätigt.

00:49:53: Ja, man musste auch welche Dachdecke arbeiten, der durchführen lassen.

00:49:56: Da sah man direkt diese Anbauten.

00:49:58: Und dann irgendwann hatten dann auch plötzlich die Bauämter noch so ein paar alte Akten gefunden, alte Entfässerungsakten und dergleichen, die ich denn auch mit reinnehmen konnte in den Bericht.

00:50:08: Was misst?

00:50:09: Die brauchten

00:50:09: da einige Zeit, das war irgendwo ganz tief im Keller vergraben, wie das halt manchmal so ist.

00:50:14: Genau das.

00:50:15: Ich kann es mir so gut vorstellen.

00:50:17: Manchmal laufe ich durch Berlin und denke, weiß überhaupt noch jemand, was an dieser Ecke jetzt hier passieren soll oder mal war oder, ne, dass diese Aufzeichnungen... ...leicht

00:50:29: spannende Fragen, die ich mir auch schon früher immer gestellt habe, also schon als junger Bursche, sag ich mal.

00:50:35: Was war denn mal hier früher?

00:50:37: Da konnte man teilweise noch die Großmutter oder so fragen, die die Zeit auch vor dem Kriegimte miterlebt hatten.

00:50:43: Was war dann da mal und so?

00:50:44: Manchmal konnten sie sich nicht erinnern und nicht alle Fragen konnten beantwortet werden.

00:50:48: Aber doch so sehr vieles und das hat mich dann dazu geführt, mich dann mal für einfach zu interessieren.

00:50:54: Und wie du so schön, also wir kommen jetzt zum Ende hin wieder zum Anfang, nämlich was du auch über dich selbst sagst auf der Seite oder was du mir auch gesagt hast.

00:51:02: Nach

00:51:02: zehn Jahren könnte mal das Kapitel über mich mal ergänzt werden, erneuert werden.

00:51:07: Und jetzt haben wir hiermit getan mit diesem Podcast, den kannst du da einfach reintun, so wie er ist.

00:51:11: Aber was ich sagen wollte ist, was du auch in dem Vorgespräch gesagt hast, ist, dass mitunter eben Deine Sache ist kurz vor Schluss noch ein paar Bilder machen.

00:51:20: Ja, als Erinnerung.

00:51:22: Ein einstmals bekannter Läden, aber auch gleichzeitig so ein bisschen als Mahnung.

00:51:26: Auch die bestehenden Läden, Ladengeschäfte, Restaurants, alten Gebäude, was auch immer ist, zu wertschätzen.

00:51:34: Und nur, wo man die Geschichte auch wirklich kennt, was man wertschätzt, das bleibt dann auch erhalten.

00:51:40: Es hat also so ein bisschen eine Perspektive, die in die Vergangenheit gerichtet ist, klar, aber auch ein bisschen in die Gegenwart und Zukunft.

00:51:47: sich auch mehr um solche Sachen eben zu kümmern und dafür Sorge zu tragen, dass sowas erhalten bleibt.

00:51:52: Was wünschst du dir?

00:51:53: Gibt es irgendwie die Möglichkeit zum Beispiel auch Anregungen für solche Themen für Reportagen an dich zu schicken?

00:51:58: Ja, also das sehr gerne.

00:52:02: Viele haben ja noch ein bisschen altes Material noch aufgrund der eigenen Familienbiografie zum Beispiel noch zu liegen irgendwo im Keller oder weiß ich wo.

00:52:10: Und das wäre einfach schade, wenn so etwas irgendwie verkommt, nicht veröffentlicht wird.

00:52:17: Und da wäre ich natürlich immer sehr dankbar dafür.

00:52:19: Ja, und dann natürlich eine Sache natürlich noch.

00:52:22: Leute, wenn euch das Thema interessiert, tragt euch in den kostenlosen Newsletter ein.

00:52:26: Denn es ist man regelmäßig eben informiert darüber, wenn ich wieder mal einen neuen Artikel habe.

00:52:31: Oder man kann dir natürlich folgen auf den einschlägigen sozialen Netzwerken.

00:52:35: Da postest du ja dann immer vielleicht, dann sieht man es natürlich auch.

00:52:38: Das macht bestimmt auch noch was aus.

00:52:41: Ich sage jetzt am Ende noch zwei positive Sachen, das eine ist mir gerade eingefallen, als du über diese Kneipen erzählt hast.

00:52:46: Also ich habe viel zu viel Zeit in meinen Leben in gastronomischen Einrichtungen in Berlin verbracht, aber was ich sagen muss ist, weil du gerade meine so die alten Leute oder so, eine Sache, die mir aufgefallen ist, ich weiß nicht, ob das wo anders so ist.

00:52:58: Diese teilweise älteren... Leute, die dann da sitzen, sind durchaus den jüngeren Leuten gegenüber erstaunlich aufgeschlossen und es gibt eine interessante Durchmischung von jungen Publikum.

00:53:12: Das ist in eurer Zeit so.

00:53:14: In früheren Zeiten, gerade wenn man auch selber noch sehr jung war, hatte man immer den Eindruck, man stört ein wenig da.

00:53:20: Wenn man da mal rein ging, um eine Brause rauszuholen oder irgendetwas in der Richtung, man stört, man wird auch gleich mit Sprüchen eingedeckt.

00:53:27: Also fast schon ein bisschen an die Pöbel, muss man ja sagen.

00:53:30: Das hat sich absolut gewandelt.

00:53:32: Tatsächlich, heutzutage ist auch gerade die ältere Generation sehr offen, erzählt auch sehr gerne irgendwas aus der Vergangenheit.

00:53:39: Das stimmt.

00:53:40: Und da kann ich nur sagen, geht in Berlin und die Kneipen.

00:53:43: oder in die Gastro und redet mit den älteren Leuten oder mit den jüngeren Leuten, wenn ihr älter seid.

00:53:47: Es ist wirklich ein erstaunliches Ding.

00:53:49: Es gibt noch

00:53:50: viele hundertjährige Kneipen in Berlin.

00:53:52: Ich möchte dir jetzt keine Kneipe unbedingt empfehlen.

00:53:55: Es gibt sehr viele in allen Bezirken wirklich gute Kneipen.

00:53:59: Und das zweite Positive, was ich sage, Berlin ist grün.

00:54:03: Ja es gibt eine Webseite die wir auch verlinken die heißt berlin brandenburg.com.

00:54:07: ich verlinke die jetzt nur um der vollständigkeit halber weil ich die jetzt schamlos zitiere und sie schreiben ob berlin die grünste stadt europas ist darüber streiten sich die geister.

00:54:15: manche sehen oslo.

00:54:16: an erster stelle.

00:54:18: geht man von der anzer und größe der grünen flächen aus galt im jahr.

00:54:23: Potsdam mit dreieinhalb Quadratmeter in Grünfläche pro Einwohner als grünste Großstadt Deutschland.

00:54:27: Dazu sage ich Großstadt in Anführungszeichen, das können wir direkt streichen.

00:54:32: Und damit ist Berlin dann vermutlich zumindest Deutschland weiß auf Platz eins.

00:54:35: Also ich würde jetzt nicht als Großstadt bezeichnen.

00:54:37: Wenn

00:54:37: man andere Städte so im Vergleich sieht, München zum Beispiel, natürlich gibt es auch tolle Grünanlagen und so weiter, aber viele Straßenzüge haben oftmals kein Baum, kein Strauch.

00:54:47: Das sind wo es die glatten Fassaden oder die Trammbahnen dann durchfährt.

00:54:52: Aber da habe ich schon ein bisschen so auch den Eindruck, dass Berlin wirklich eine sehr, sehr grüne Stadt ist.

00:54:58: Und das kann man auch ohne hierher zu fahren, also ob man das möchte oder nicht, das lasse ich jetzt in dem Fall natürlich dahingestellt, obwohl wir jetzt... Ausgiebig dafür gesorgt haben, dass es genügend lohnenswerte Ziele zu entdecken gibt.

00:55:10: Man kann das auch von ganz zu Hause aus machen, indem man sich mal auf diese einstägige Maps-Plattformen begibt.

00:55:15: Die hat so ein D-Modus auf, wo man so ein bisschen rüber fliegen kann.

00:55:18: Und mal die eigene Stadt vergleicht so in der Schräglage und mal ein bisschen draufgucken nach den Bäumen und dann Berlin.

00:55:24: Gerne auch die Innenstadt.

00:55:26: Und das ist schon auch wirklich eine Offenbarung, wenn man sieht, wie viel Baumbestand wir hier eigentlich haben.

00:55:34: finde ich ist ein wirklich großer pluspunkt in dieser

00:55:37: stadt auch ein wort über podstamm loswerden.

00:55:40: es ist wirklich eine.

00:55:41: wir haben es ein bisschen gelästert jetzt hier.

00:55:43: es ist wirklich eine sehr schöne stadt gerade auch mehr song soviel und so weiter die schösserlandschaft aber auch vieles andere was eben dort zu entdecken gibt.

00:55:52: also ich bin mindestens ein zwei mal bestimmt im jahr in podstamm um da einfach auch mal partnerin zusammen da mal ein auslöschen zu

00:56:00: machen.

00:56:01: Ich bin ja immer dagegen, dass wir Potsam gut reden, weil das jeder von diesen Sätzen nutzt, hat jetzt gerade meine Miete um zwei Euro erhöht.

00:56:07: Das ist eine ganz schlechte Idee.

00:56:09: Potsam ist einfach eine Lochfahrt da nicht hin und vor allem holt es dort keine Wohnung.

00:56:14: So, wir kommen jetzt tatsächlich zum Ende.

00:56:15: Wobei eine Sache natürlich zu sagen

00:56:18: ist, man schimpft über die Touristen, über die Zugezogenen, die Mieten würden dann steigen, aber letztendlich sind das auch die Leute, die auch solche Traditionskneifen am Leben erhalten.

00:56:28: Allein die Berliner macht das nicht aus.

00:56:30: So eine Kneipe muss ich auch rentieren, gerade auch bei den steigenden Mietzweizen.

00:56:34: Und da spielen die Touristen natürlich eine sehr große Rolle.

00:56:37: Es ist nur so, dass viele Leute, die in Berlin arbeiten, nicht in Berlin wohnen wollen, was ich ihnen nicht verdenken kann.

00:56:44: Und die ziehen dann ins Umland und raten, was dafür eine Stadt liegt, die ganz schön ist und wie du sagst, so hübsch und so nett und so weit.

00:56:49: Ja, das ist das Problem.

00:56:51: Ich hab kein Problem mit Touristen.

00:56:52: Die gab's immer und die wird's auch immer geben und die natürlich halten die Stadt am Leben alles fein und natürlich wird sich drum gekümmert, dass es für die irgendwie hübsch aussieht.

00:56:59: Das ist dann in Potsdam tatsächlich so, dass es eine Fassadenschaft ist, aber machen wir uns nix vor.

00:57:02: War's vorher auch schon.

00:57:04: Ja, ja.

00:57:05: Und vor allem, wer ist denn Tourist?

00:57:07: Wenn ich als Berliner, oder jetzt bin ich ja auch ... Landenfelder eigentlich dahin fahre, bin ich ja in dem Moment auch Tourist.

00:57:13: Nein,

00:57:13: du bist Berliner.

00:57:15: Also aus Potsdamer sich bist du einfach in Berliner und in dem Fall dann vermutlich entweder ein Verkehrshindernis oder ein Verkehrsraudi.

00:57:21: Je nachdem wie du dich mit deinem Auto bewegst.

00:57:24: Er sei denn natürlich, du kommst mit der Bahn.

00:57:26: Entweder gehörst du nicht in Verkehrsmitteln oder was sehr schön ist, was ich empfehlen kann, über den alten Weg zu gehen.

00:57:33: Also nicht über die Klinikerbrücke.

00:57:35: diese erst in relativ neuere, also geschichtlich gesehen, eine relativ neuere Zeit gekommen, sondern über die Bäke rüber, also von Schoss Klinike und so weiter, Bäke rüber, Lodgia, Alexandrovka und dann Flartotom.

00:57:48: Und auf diesen Weg rein, also Schoss Klinike denn, auf diesen Weg rein nach Potsdam.

00:57:53: Du

00:57:53: beschreibst mal einen täglichen Arbeitsweg.

00:57:54: Also ich komme mit Wunia im Barbesberg und natürlich fahr da hinten raus.

00:57:57: Also ich fahr dann sozusagen Bäke, da ist halt die Sönel werft, kann man lecker essen.

00:58:01: Und da ist dann ... Werke ich mir.

00:58:03: Genau, da kann man da hinten nur einen kleinen Linie gehen.

00:58:05: Und dieser ganze Kram ist total schön, teilweise auch ein bisschen bizarr, weil es gibt eine Siedlung mit Schweizer Häusern.

00:58:11: Mitten da drinnen gibt es Häuser, die da hatte, der irgendjemand dann beschlossen, wir wollen Einwanderer aus der Schweiz haben, also Familien.

00:58:19: Und ich glaube, die sind relativ schnell wieder abgehauen, weil ich meine, also trotzdem sie das da hingebaut haben, war das jetzt nicht wirklich Schweizerisch.

00:58:26: Ja, so ist ja auch die russische Kuluniga.

00:58:29: Die haben sich wahrscheinlich einfach vom Feld gekascht, weil der König ja damals diese langen Kerze haben wollte.

00:58:34: Genau, richtig.

00:58:35: Das

00:58:35: weiß man ja.

00:58:37: Die ist auch nur Fassade.

00:58:41: Also es gibt in Potsdam, für alle Leute, die das nicht wissen, gibt es eine Siedlung, die heißt Alexandrovka und die sieht sehr, sehr russisch aus, so wie die Schweizer Siedlung sehr, sehr schweizerisch aussieht.

00:58:51: Das sind keine Holzhäuser.

00:58:53: Das sind einfach normale Steinhäuser, wo man das Holz vorgekloppt

00:58:56: hat.

00:58:56: Von der Adenmutung?

00:58:57: Exakt, damit die schön russisch aussehen.

00:58:59: Auch

00:58:59: ein tolles Museum.

00:59:00: Und auch das ist, also jetzt kann ich hier über Potsdam lästern, das ist halt typisch Potsdam.

00:59:04: Also das ist exakt das, das ist eigentlich die komplette Fassadenstadt und sehr preußisch.

00:59:07: Hinner so ein bisschen an, potjambkische Fassaden.

00:59:10: So potjambkische Däufer.

00:59:11: Jetzt haben wir aber zum Ende hin nochmal ein bisschen über Potsdam genörgelt und was positives Berlin gesagt.

00:59:16: Ich sage, ich mache jetzt den Werbeblock in eigener Sache.

00:59:19: Du hast auch was geschrieben.

00:59:22: Über Konrad-Elektronik auf der Seite, das ein Berliner Unternehmen ist.

00:59:26: und das ist mein kleiner Brückenschlag zur IT.

00:59:28: Konnte

00:59:29: nicht um mich hin, dass ich den Laden, wo ich so manches Computerteil auch erworben habe.

00:59:34: Ersten Computer nicht, der war woanders, aber so manche Ergänzung und so weiter, als es dann bekannt wurde, dass die sich mehr auf Businesskunden konzentrieren und die Fialen schließen und dann auch das Stammhaus in der Hasenheide.

00:59:50: Da noch einmal mit der Kamera reinzugehen, dann muss die natürlich auch die Geschichte eben des Unternehmens beschreiben.

00:59:56: Und das ist nämlich mein Brückenschlag gewesen.

00:59:58: Zum Ende hin zum Werbeblock in eigener Sache.

00:59:59: Darüber was mit Konrad-Elektronik passiert ist.

01:00:02: Und andere Sachen aus der IT.

01:00:04: Lies man natürlich auf gulium.de.

01:00:05: Das war der Werbeblock in meiner Sache.

01:00:07: Alles über Berlin und Zeit für Berlin.

01:00:10: Lies man natürlich bei Lutz.

01:00:13: Auf Zeit für Berlin.de.

01:00:16: Das war jetzt aber schwierig am Ende.

01:00:18: Aber es ist auch so Richtung Abend inzwischen.

01:00:21: Es ist dunkel draußen geworden.

01:00:22: Lutz, vielen vielen Dank für deine Zeit.

01:00:25: An alle... die zuhören.

01:00:26: Vielen, vielen Dank fürs zuhören und bis zum nächsten Mal.

01:00:29: Ciao.

01:00:29: Auf

01:00:30: Wiedersehen.

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